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Die 7 elsässische Rebsorten

Gewurztraminer - Civa
Gewurztraminer - Civa

Gewurztraminer :

Der Gewürztraminer ist eine besonders aromatische Ausprägung einer alten, im Elsaß von jeher bekannten Rebsorte, dem Traminer rose.

Früher, als dessen Wein nicht ganz so kräftig war, bezeichnete man ihn als Traminer. Es sei hier erwähnt, dass der auf einer kleinen Fläche in der Region um Barr angebaute Klevener de Heiligenstein eine Form dieses alten Traminers ist, die auch Savagnin rose genannt wird.

Der Gewürztraminer ist vom Wortsinne her gesehen ein „würziger Traminer“. 

Pinot Blanc - Civa
Pinot Blanc - Civa

Pinot Blanc :

Es handelt sich um die weiße Variante des Pinot Noir, die auch als Klevner bezeichnet wird (und nicht mit dem Klevener de Heiligenstein verwechselt werden darf, welcher der Rebsorte Savagnin Rose entspricht).

Erst nach dem Kongreß von Chalons im Jahr 1896 wurde diese Rebsorte vom Chardonnay unterschieden. Diese weiße Form des Pinot Noir wurde 1895 von Pulliat in Chassagne-Montrachet, und 1896 von Durand in Nuits-Saint-Georges beobachtet.

Der Pinot Blanc und die Rebsorte Auxerrois (Auxerrois de Laquenexy) werden oft unter der gleichen Bezeichnung, Pinot blanc oder Pinot, miteinander verbunden. Häufig dient er auch als Grundwein für die Erarbeitung des Crémant d’Alsace. 

Pinot Gris - Civa
Pinot Gris - Civa

Pinot Gris :

Der Pinot gris aus der Bourgogne, bekannt für seine Qualitäten und die Eigenschaft, sehr konzentrierte Weine hervorzubringen, soll als Grauer Tokajer an deren Stelle getreten sein.

Von seinen rebsortenspezifischen und geschmacklichen Merkmalen einmal abgesehen, hat er aufgrund der bewegten Geschichte seiner diversen Bezeichnungen in der Weinwelt für Aufsehen gesorgt. Hieß er vor 1870 Grauer Tokajer, wurde er dann nacheinander Tokay gris, Tokay d’Alsace, Tokay Pinot Gris und schließlich, seit dem 1. April 2007, Pinot Gris genannt.

Pinot Noir - Civa
Pinot Noir - Civa

Pinot Noir :

Auch wenn das Elsaß überwiegend für seine Weißweine bekannt ist, belegen zahlreiche Dokumente, wie Inventarverzeichnisse bezüglich der Weinkeller von Abteien und der von der Kirche im Mittelalter eingeforderten Zehentweine, die Existenz beträchtlicher Mengen an Rotwein.

Unter den in dieser Zeit 40 verwendeten Rebsorten nahm der Pinot Noir einen bedeutenden Rang ein. Seltsamerweise trat zum Ende des 16. Jahrhunderts ein Rückgang dieser Produktion ein, und nur einige elsässische Orte erhielten sich die Tradition, Rotweine herzustellen (Ottrott, Saint Léonard, Boersch, Saint Hippolyte, Rodern, Marlenheim…).

Was heute von vielen als eine Neuheit angesehen wird, ist in Wirklichkeit nur ein Erbe der Vergangenheit, das einen zunehmenden Erfolg verzeichnet. 

Muscat - Civa
Muscat - Civa

Muscat :

Im Elsaß werden zwei Arten von Muscat angebaut. Den sogenannten „kleinbeerigen“ Muscat oder Muscat d’Alsace kennt man im Elsaß seit dem beginnenden 16. Jahrhundert (er wird übrigens von dem großen Elsässer Dichter Fischart zitiert).

Der Muscat Ottonel ist im Elsaß seit der Mitte des 19. Jahrhunderts anzutreffen. 

Sylvaner - Civa
Sylvaner - Civa

Sylvaner :

Die im Elsaß traditionell angebaute Rebsorte Sylvaner soll aus Österreich stammen, und sich von dort in ganz Mitteleuropa, bis hin nach Rußland, Australien und Kalifornien ausgebreitet haben.

Bisweilen wird auch Siebenbürgen (Transsilvanien), aufgrund der Ähnlichkeit der Wortethymologie, als Heimat dieser Rebsorte betrachtet. 

Riesling - Civa
Riesling - Civa

Riesling :

Dies ist der Rheinwein par excellence ! Es herrscht Einstimmigkeit darüber, dass seine Wiege im Rheintal stand. Mancheiner vertritt die Auffassung, es handele sich hier um den Argitis minor der alten Römer, und sein Anbau gehe auf die Zeit der römischen Besatzung zurück. Stoltz zufolge wurde der Riesling im 9. Jahrhundert in den Rebgärten des Rheingau eingeführt.

Nach der Teilung des Reichs von Karl dem Großen im Jahr 843 ließ Ludwig II. „der Deutsche“ entlang des Rheins einen aromatischen Gentil anpflanzen. Diese Rebsorte wurde bald Riesling genannt, abgeleitet vom Verb rieseln, denn bevor sich die Rebsorte im Elsaß akklimatisiert hatte, war sie fürs Verrieseln anfällig (im Falle ungünstiger Wetterbedingungen, wie Regen während der Blütezeit, fallen die Blüten zu Boden.

Es werden also keine Trauben entstehen). Der Elsässer Riesling, der sich von seinem deutschen Verwandten unterscheidet, wird seit dem Ende des 15. Jahrhunderts in unserer Region angebaut. Im nachfolgenden Jahrhundert wird er regelmäßig zitiert, doch nimmt seine Kultur erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu. Nach den 60er Jahren steht er in den Anbauflächen des Elsaß an erster Stelle. 

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